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Jean Sibelius (darin: Academic March)

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Jean Sibelius (1865–1957). Musik-CD, Spielzeit ca. 58 Minuten.

Inhalt

  1. Academic March (1919)
  2. Canta for the Conferment Ceremony of 1894
  3. Andante festivo (1922)
  4. Coronation Cantata (1896)
  5. Finlandia, Op. 26/7 (1899)

Der Südfinne Johan Julius Christian Sibelius, 1865 in Hämeenlinna geboren und 1957 in Järvenpää verstorben, von den Eltern Janne gerufen, sich selbst ab 1884 Jean nennend, gilt oft als letzter europäischer Romantiker. Tatsächlich mag die Themenwahl seiner Programm-Musik, die weitgehend aus der Landschaft und der Sagenwelt seiner Heimat schöpft, zu dieser Einordnung verleiten und sind auch seine frühen Symphonien noch spätromantischen Klangvorstellungen verbunden, selbst 1923 schrieb er noch »Fünf romantische Stücke«. Doch hatte er um diese Zeit längst zu einer eigenen, die Romantik hinter sich lassenden Tonsprache gefunden. Dass diese sich ausdrücklich von der Avantgarde seiner Zeit, also zuerst dem Neoklassizismus und später der Zwölftonmusik und Reihentechnik, abhebt und er zeitlebens der Tonalität und der Melodie verhaftet blieb, bestimmt seine Originalität, die im Naturerlebnis seiner Heimat begründet ist. Sibelius selbst erklärte bei einem Vortrag an der Universität Helsinki im Jahre 1896, dass man Altes nicht verwerfen solle, wenn man nichts Neues an seine Stelle setzen könne. Dies aber gelinge nicht durch den Aufbau eines neuen Tonsystems, sondern finde sich in der lebendigen Volksweise. Eine klarere Absage an die zeitgenössische Moderne ist kaum denkbar.
Frühe Erfolge mit Werken wie »Karelia«, »Der Schwan von Tuonela«, »En Saga« und den beiden »Lemminkäinen«-Tondichtungen, vor allem aber dem dem klangmächtigen Tongemälde »Finlandia« von 1900 (dessen Chorthema zur Nationalhymne des kurzlebigen westafrikanischen Staates Biafra geworden war), sicherten ihm wirtschaftliche Unabhängigkeit, so dass er sich ein freies Leben in seinem Landhaus leisten konnte, gelegentlich dirigierte und Konzertreisen unternahm, aber die letzten 30 Lebensjahre weitgehend zurückgezogen zubrachte. Auch der Komposition entsagte er ab Mitte der 20er-Jahre; eine letzte Symphonie, seine achte, vernichtete er. Schon zu Lebzeiten in der Heimat höchst anerkannt, setzte sich seine Musik in den internationalen Konzertsälen erst nach seinem Tod endgültig durch, wozu vor allem die Interpretationen durch Karajan und Bernstein beigetragen haben. Heute gehört sie zum Repertoire, vor allem die sieben Symphonien, das einzige Violinkonzert und die Suiten und symphonischen Dichtungen. Seine einzige Oper, »Die Jungfrau im Turm«, blieb erfolglos, hingegen zählt sein Streichquartett »Voces intimae« zu den Meisterwerken seiner Gattung. Sein populärer »Valse triste« entstammt ursprünglich seiner Schauspielmusik zu zu Arvid Järnefelds »Kuolema« (»Der Tod«) von 1903 und wurde von ihm später als eigenständiges Stück neu bearbeitet.
Zu den selbst im eigenen Land kaum bekannten Stücken gehören seine Arbeiten für die Universität von Helsinki (Helsingin yliopisto; 1640 in Turku gegründet und 1828 nach Helsinki verlegt), an der er selbst kurze Zeit studierte und später lehrte. Sie alle entstanden zu Graduierungsfeiern und ordnen sich damit nahtlos in die Reihe akademischer Festmusiken ein. Themen daraus sind auch in andere Werke eingegangen.
Akademische Festmusiken wurden in Helsinki mit besonderem Aufwand zelebriert. Sie gehen zurück auf den Hamburger Komponisten Friedrich Pacius (auch Fredrik Pacius; 1809–1891), der 1834 als Universitäts-Musiklehrer nach Helsinki berufen wurde, dort einen Studentenchor gründete und die finnische Musik nachhaltig beeinflusste. Er schrieb 1873 die erste Promotionskantate. Nach seiner Weise wird auch die finnische Nationalhymne (»Oi maamme, Suomi«) gesungen.
Anfang 1894 sprang Sibelius vorübergehend für den beurlaubten Universitäts-Musiklehrer Richard Faltin (1835–1918) ein. In dieser Zeit fiel ihm die Aufgabe zu, für die Promotionsfeier am 30. Mai eine Kantate auf einen Text von Kasimir Lönnbohm (1866–1919; später Kasimir Leino) zu vertonen.
Ein Jahr darauf – Sibelius vertrat Faltin noch immer – erreichte ihn der Auftrag, für ein Universitätsfest zu Ehren des russischen Zaren Nikolaus II. eine Kantate zu komponieren, für die Paavi Cajander (1846–1913) den Text verfasst hatte. Finnland war damals russisches Großfürstentum und der Zar somit Landesherr. Schon 1894 auf den Thron gelangt, fanden die Krönungsfeierlichkeiten erst anderthalb Jahre später statt. Dass sie in Finnland auch auf universitärem Boden gefeiert wurden, erklärt sich aus der Funktion des Zarewitsch Nikolai als Kanzler der Universität von Helsinki. Somit ist auch die »Krönungskantate« den universitären Festmusiken zuzuzählen.
Eine weitere Promotionskantate entstand für die Promotionsfeier am 30. Mai 1897 auf einen Text von August Valdemar Forsman (1856–1929; ab 1906 Aukusti Valdemar Koskimies). Sie ist nicht vollständig erhalten, doch wissen wir, dass sie für Sopran und Bariton, gemischten Chor und Orchester konzipiert und Sibelius’ umfangreichstes Werk für eine solche Besetzung war. Neun Stücke daraus setzte er kurz darauf als eigenständige Werkfolge für gemischten Chor (op. 23). Zwei davon wurden in Finnland besonders bekannt: »Soi kunniaksi Luoja« (»Erklinge zu Schöpfers Ehre«) gehört zum Stammrepertoire der Kirchenchöre und wird auch unisono als Kirchenlied gesungen, während die dreistimmige Partie für Frauenstimmen »Tuule tuuli leppeämmin« (»Wehet milder, Winde«) in zahlreichen Liedsammlungen für Kinder- und Jugendchöre zu finden ist.
Das besondere an all diesen Werken ist ihr finnisch-patriotischer Charakter, der natürlich vor allem aus dem Text erkennbar wird, den Sibelius mit seiner aus der Landschaft inspirierten Musik aber eindrücklich bekräftigt. Die akademischen Festakte in Finnland um die vorletzte Jahrhundertwende reflektieren also die politische Stimmung im Land, die von einem unverhohlenen inneren Widerstand gegen die immer massiver werdende Russifizierung geprägt war.
Am 12. Mai 1906 feierte die Universität den 100. Geburtstag des Philosophen, Publizisten und Politikers Johan Vilhelm Snellman (1806–1881), wozu Sibelius abermals um eine Kantatenkomposition gebeten wurde. Dazu lag ihm die von Paavo Cajander gedichtete Ballade »Die gefangene Königin« (»Vapautettu kuningatar«), vor. Und für die Promotionsfeier im Mai 1919 schrieb er – nun bereits seit fünf Jahren Ehrendoktor – sein letztes der Universität gewidmetes Werk, einen kleinen »Akademischen Marsch« (»Promotiomarssi«).
Gedanklich lassen sich in Sibelius’ Werk noch mehrere Brücken zum Studententum schlagen. Abgesehen von einigen Stücken, die er für berühmte Studentenchöre geschrieben hat, ist hier »Das Lied von der Erde« (»Jordens Sång«), op. 93, zu nennen, das zur Einweihung der schwedischen Universität in Turku 1919 entstand. Und die populäre »Karelia-Suite«, op. 11, ist eine Summe verschiedener Einzelwerke, die 1893 für einen studentischen Festzug der Universität Wyborg (140 km nordwestlich von St. Petersburg; seit 1940 russisch) geschrieben wurden.
Wir können unseren Lesern eine Aufnahme der beiden Kantaten von 1894 und 1895 und des Akademischen Marsches von 1919 anbieten. Das Philharmonischen Orchester Helsinki und der Finnische Philharmonische Chor werden von Leif Segerstam dirigiert, die Sopranistin Soile Isokoski und der Bariton Jaakko Kortegangas singen die Solopartien (ODE 936-2). Es handelt sich um die derzeit einzigen Einspielungen dieser Werke, denen ein informatives Booklet beigegeben ist.

aus: SK 2/2013

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