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Strauss, Johann, »Marsch der Studenten-Legion« u. a.

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Johann Strauss I,Edition Vol 23, darin »Marsch der Studentenlegion« u. a. Musik-CD, Spielzeit ca. 59 Minuten.

Slovak Sinfonietta Zilina, Leitung: Christian Pollack.

Inhalt

  1. Fortuna-Polka, Op. 219
  2. Wiener Kreuzer-Polka, Op. 220
  3. Österreichischer Nationalgarde-Marsch, Op. 221
  4. Aeciden, Walzer, Op. 222
  5. Marsch der Studenten-Legion, Op. 223
  6. Amphion-Klänge, Walzer, Op. 224
  7. Aether-Träume, Walzer, Op. 225
  8. Freiheits-Marsch, Op. 226
  9. Marsch des einigen Deutschlands, Op. 227
  10. Radetzky-Marsch (1st version), Op. 228
  11. Quadrille im militärischen Style, Op. 229
  12. Sorgenbrecher, Walzer, Op. 230

Die studentische Musik der Strauß-Familie – meist schwungvolle Auftragswerke zur Ballbegleitung – war schon zweimal Thema dieser Serie. Nach den beiden Strauß-Söhnen Joseph (SK 2/2004) und Johann (SK 1/2011) soll diesmal dem Vater das Augenmerk, oder besser das Ohr gelten.
Johann Baptist, der »alte« Strauss, Stammvater der musikalischen Dynastie, kam am 14. März 1804 als Wirtssohn in Leopoldstadt zur Welt, einer Siedlung zwischen Donau und Donaukanal, die vorwiegend von Juden besiedelt war und erst 1850 als nunmehr »2. Bezirk« Wien eingemeindet wurde. Die heute unübliche Schreibweise mit zwei s anstatt ß entspricht seiner eigenen Skriptur.
Er begann seine musikalische Laufbahn bereits im Terzett des elterlichen Gasthauses, erlernte aber die Buchbinderei und schloss die Lehre mit der Gesellenprüfung ab. Daneben ließ er sich bei Michael Pamer (1782–1827) an der Violine ausbilden, wo er auch Joseph Lanner kennenlernte, in dessen Kapelle er später eintrat.
1827 (nach anderen Angaben schon 1825) gründete er ein eigenes -Ensemble, mit dem er nicht nur in Wien Erfolg hatte, sondern auch Konzertreisen durch Österreich und schließlich sogar nach Deutschland, England und Frankreich unternahm. Die Straußkapelle galt im biedermeierlichen Wien als Maßstab gediegener Unterhaltungsmusik. Konkurrenz erwuchs ihr erst ab 1844 durch die Kapelle des ältesten Strauss-Sohnes Johann.
Die drei Söhne Johann, Josef und Eduard stammen aus der zwar einzigen Ehe mit Maria Anna geb. Streim (1801–1870), doch lebte Vater Strauss abseits seiner Familie in einer Beziehung mit Emilie Trampusch (1814–1857), einer Modistin (»Putzmacherin«), der weitere acht Kinder entstammen. Das Verhältnis der Strauss-Söhne zu ihrem Vater war also gelinde gesagt als gespannt zu bezeichnen und verschärfte auch den musikalischen Wettstreit vor allem der beiden Johanns.
Immerhin behielt der Vater dabei zumindest protokollarisch die Oberhand. Nachdem er schon 1835 die musikalische Leitung des »Hofballs«, des zweithöchsten Wiener Balls nach dem »Ball bei Hof«, übernommen hatte, gelang es ihm, am 24. Januar 1846 auch den von ihm selbst angeregten neuen Ehrentitel eines »Hofball-Musik-Direktors« zu erlangen; der ehrgeizige Junior musste darauf noch bis 1863 warten.
Dass Kaiser Franz Joseph, der nach Niederschlagung der Revolution im November 1848 auf den Thron gekommen war, den jüngeren Johann Strauß jahrelang mit skeptischer Distanz betrachtete, lag an dessen offen bekundeter Sympathie für die 48er-Barrikadenkämpfer, die sich auch in mehreren Kompositionen äußerte. Vater Johann war da etwas zurückhaltender, doch waren die revolutionären Ereignisse auch an ihm nicht ohne Solidaritätsbedürfnis vorübergegangen. So entstand schon kurz nach Ausbruch der revolutionären Handlungen sein »Marsch der Studentenlegion« op. 223, dessen Existenz spätestens am 30. April durch eine öffentliche Aufführung im Casino Unger in der Vorstadt Hernals belegt ist, einem seit 1820 bestehenden Etablissement mit riesigem Gastgarten, das eine der bevorzugten Aufführungsstätten der Strauss-Kapelle war.
Bei der Wiener Studentenlegion, der Strauss sen. seinen Marsch widmete, handelt es sich um die meist als »Akademische Legion« bezeichnete bewaffnete Formation, die sich aus der Nationalgarde heraus als eine Art studentisches Freicorps gebildet hat. Ihr gehörten anfangs nur Studenten und Lehrkräfte der Universität und des Polytechnischen Instituts an, später schlossen sich auch Künstler an. Sie steht für den Schulterschluss der Intellektuellen mit dem radikal-liberalen Bürgertum und der Arbeiterschaft, wurde nach Niederschlagung der Revolution sofort aufgelöst und viele ihrer Mitglieder, sofern sie sich nicht durch Flucht entziehen konnten, gefangen genommen und für die Italienarmee zwangsrekrutiert.
Vater Strauss war gewiss alles andere als ein Revolutionär. Wie bei vielen seiner Zeitgenossen wandte sich sein Unmut gegen das metternichsche Zwangssystem, ohne dabei die Monarchie als solche in Frage zu stellen. Dem Kaiserhaus, dessen gesellschaftliches Umfeld ein wichtiger Rahmen seiner künstlerischen Selbstdarstellung war, fühlte er sich verbunden und verpflichtet. So ist überliefert, dass er im Wiener Volksgarten, also unmittelbar vor der Hofburg, zwar seinen Marsch der Nationalgarde (op. 221) zu Gehör brachte, unmittelbar darauf aber die Volkshymne (»Gott erhalte unsern Kaiser …«) anstimmte, welche das Volk inbrünstig mitsang. Somit bleibt sein Studentenmarsch, dem auch noch ein Freiheitsmarsch (op. 226) folgte, weniger ein Akt revolutionärer Parteinahme, als ein musikalischer Kommentar zum politischen Tagesgeschehen.
Im Trio dieses Marsches lässt Strauss von den Bläsern ein Lied anklingen, das im revoltierenden Wien zu einer Art Hymne geworden war: das Fuchsenlied »Was kommt dort von der Höh’«. Apostrophiert als »Wiener Marseillaise« wurde es mit zahllosen Strophen auf Flugblättern verteilt, selbstverständlich behördlich streng verboten und folglich umso populärer und beliebter. Auch Franz von Suppé widmete ihm eine Komposition (siehe SK 4/2011), Friedrich Smetana verwendete es für seinen »Marsch der Prager Studentenlegion« (siehe SK 2/2003), und der junge Johann Strauß griff das Thema gleich mehrfach auf. Beide, Vater und Sohn Strauss/ß, spielten es auf nachdrückliche Forderung des Publikums mit ihren Ensembles in der Öffentlichkeit.
Am 25. September 1849, gerade einmal elf Monate nach Niederschlagung der Revolution, starb Vater Strauss in Wien. Seine musikalische Bedeutung liegt vor allem in dem Einfluss, den er auf die Entwicklung des Walzers genommen und die sein Sohn Johann so erfolgreich weitergeführt hat. Am stärksten in Erinnerung blieb er allerdings mit einem Stück, das noch während der Wiener Revolution im August 1848 geschrieben wurde, das aber nicht den Straßenkämpfern galt, sondern der Verherrlichung eines zeitgleich in Italien für Kaiser und Reich siegreichen Generals: dem Radetzkymarsch.

Studenten Kurier 3/2013

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